Mit einer guten Crisis-Infosite kann sich eine Organisation in einer Krise zeitlich Luft verschaffen. Wie eine hilfreiche Crisis-Infosite aussieht, welche Informationen sie enthalten und wann die Vorbereitung einer solchen Seite beginnen sollte, erfahren Sie schnell und einfach in unserem FAQ.
Was ist eine Crisis-Infosite?
Eine Crisis-Infosite bezeichnet man als eine Seite, die im Falle einer Unternehmenskrise der eigentlichen Website vorgeschaltet ist. Sie wurde bereits vor dem Ereignis angelegt und muss nun „nur noch“ befüllt werden. Inhaltlich gibt eine Crisis-Infosite Antworten auf alle relevanten Fragen zum Ereignisfall, die sich Betroffene, Beteiligte und auch Medienvertreter stellen. Sie befriedigt somit das Informationsbedürfnis aller Stakeholder-Gruppen der Organisation.
Warum kann meine Abteilung Unternehmenskommunikation so etwas nicht?
Die Unternehmenskommunikation einer Organisation kann das durchaus, wenn die Mitarbeiter Grundkenntnisse in der Krisenkommunikation haben. Denn dann wissen sie aus eigener Erfahrung, dass eine Crisis-Infosite neben der Krisenhotline und Social Media einer der relevanten Kanäle ist. Entscheidend ist aber auch, dass das eigene Kommunikationsteam die Zugriffsrechte für die Website hat. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Oft fehlt zudem die Sensibilität für den Kanal, denn eine statische Seite muss plötzlich verändert werden. Das ist eine große Herausforderung, wenn es dafür normalerweise eingespielte Abstimmungsprozesse gibt.
Was gilt es bei einer guten Crisis-Infosite zu beachten?
Eine gute Crisis-Infosite sollte sehr schlank und nicht überfrachtet sein. Wichtig ist ebenfalls, dass sie übersichtlich ist und die Betroffenen auch wirklich die Informationen erhalten, die sie brauchen. Letztendlich kann das ein Text oder eine Grafik sein, eine Chargennummer oder die Windrichtung. Das hängt immer vom Ereignisfall ab.
Wann sollte ich mich im Optimalfall mit diesem Thema auseinandersetzen?
In ruhigen Zeiten, damit die Struktur und der Aufbau auch grafisch gestaltet werden kann. Ad-hoc geht das natürlich auch. Dafür ist aber die Grundvoraussetzung, Zugang zum eigenen Content-Management-System zu haben. Im akuten Ereignisfall ist die Erstellung einer Crisis-Infosite auch deshalb eine große Herausforderung, weil nur wenig Zeit bleibt und die Qualität am Ende dann doch nicht so gut ist, wie sie sein sollte.
Reicht es nicht, wenn ich mir dafür erst nach dem Eintritt einer Krise externe Unterstützung hole?
Die Agenturen, die auf das Thema spezialisiert sind, gehen schalfwandlerisch durch den Prozess und können das sehr zügig umsetzen. Es ist aber immer besser, wenn man so etwas ohne äußeren Handlungsdruck umsetzen und in Ruhe besprechen kann.
Welche konkreten Informationen sollte eine Crisis-Infosite immer enthalten?
Ein Ticker mit dem aktuellen Stand der Lage sollte sich dort wiederfinden und grafische Darstellungen, die es erleichtern den Sachstand zu verstehen. Auch weiterführende Informationen und Kontaktdaten gilt es bereitzustellen.
Was kostet der Aufbau und die Betreuung?
Die Kosten sind abhängig von der Aufgabe, die die Crisis-Infosite am Ende erfüllen soll. Sprechen wir von einer Variante, die alle relevanten Informationen enthält, ist inklusive aller Schritte vom Anlegen bis hin zur Definition der Struktur und der Abläufe mit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich zu rechnen. Dann ist die Crisis-Infosite aber auch wirklich einsatzfähig und muss nur noch mit den aktuellen Informationen gefüttert werden. Es gibt aber auch Organisationen, die eine Crisis-Infosite zur zentralen Kommunikationsplattform während einer Krise ausbauen möchten und dort auch alle Posts von den Social-Media-Kanälen einlaufen lassen wollen. Oft kommen auch Erklärvideos hinzu. All das kostet natürlich mehr.