Resilienz ist kein Zufall. Und weil das so ist, lohnt es sich für Organisationen, insbesondere in unsicheren Zeiten, in einen eigenen Resilienz-Manager:in zu investieren. Wer für eine solche Aus- bzw. Weiterbildung geeignet ist, welche Zugangsvoraussetzungen es gibt und woran Sie seriöse Angebote erkennen, erfahren Sie in unserem FAQ.
Ist Resilienz-Manager ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Noch ist Resilienz-Manager kein anerkannter Ausbildungsberuf. Der Arbeitsmarkt ist aber auf dem Weg dorthin. Insbesondere im angelsächsischen Raum werden schon Stellenbeschreibungen für die Position als Resilienz-Manager:in gefunden. Im deutschsprachigen Raum ist das noch eine Seltenheit und auch deshalb steckt der Markt noch in den Kinderschuhen. Es gibt aber bereits eine erste Hochschule, bei der ein passender Studiengang geplant ist und auch Aus- und Weiterbildungsinstitutionen wollen sich dem Thema Organisationale Resilienz 2024 annehmen. Bis die staatliche Anerkennung erfolgt, wird es aber wohl noch etwas Zeit brauchen.
Wie gestaltet sich die Resilienz-Manager:innen-Ausbildung in der Praxis?
Die Ausbildung wird so aussehen, dass verschiedene Kompetenzen in verschiedenen Bereichen erlernt werden müssen. Relevante Themenfelder sind zum Beispiel Risiko-, Business Continuity,- und Krisenmanagement. Hinzu kommt Führung und Kommunikation, Organisationspsychologie und Organisationsstrukturen.
Wer ist geeignet für eine solche Ausbildung?
Per se ist das Thema Resilienz ein ganzheitlicher und interdisziplinärer Ansatz. Deshalb ist die Zugänglichkeit von unterschiedlichsten Berufsgruppen z. B. Human Resources oder Public Relations gegeben. Vorausgesetzt wird letztendlich nur eine gewisse Arbeitserfahrung in Organisationen. Wer lernbereit ist und Interesse an Organisationaler Resilienz aufbringt, der sollte das Handwerk des Resilienz-Managers auch erlernen können. Naheliegend ist die Ausbildung außerdem für Krisen- und Risikomanager. Ihnen werden die Inhalte zum Teil schon bekannt vorkommen.
Warum sollte ich für mein Unternehmen einen Resilienz-Manager ausbilden lassen?
Weil Resilienz kein Zufall sein sollte. Es braucht einen Verantwortlichen im Unternehmen, der den Prozess aufsetzt und vorantreibt. Nebenbei ist das nicht zu schaffen. Er braucht außerdem auch eine Verankerung dieser Person in der oberen Führungsebene. Resilienz durchdringt viele Bereiche und Prozesse und um Maßnahmen durchzusetzen, muss es auch Spielräume geben. Ansonsten kann sich Resilienz nicht entfalten. Die Position des Resilienz-Managers kann ebenfalls eine Stabsstelle der Geschäftsführung werden.
Wie erkenne ich seriöse Ausbildungsangebote?
Seriöse Ausbildungsangebote konzentrieren sich auf Organisationale Resilienz und vermischen diese nicht mit individueller Resilienz oder Teamresilienz. Diese beiden Themengebiete haben völlig andere Schwerpunkte und Ziele. Auch gibt es viele Einzelcoaches am Markt, deren Leistung nur schwer einschätzbar ist. Deshalb ist es wichtig, nachvollziehbare Ausbildungsstandards zu schaffen. Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sollte man sich auch das Kurrikulum anschauen. Alternativ zu stationären Angeboten gibt es im Ausland schon erste E-Learning-Tools, die sich mit Organisationaler Resilienz beschäftigen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Resilienz-Manager dauert mindestens 900 Stunden zuzüglich der individuellen Lernzeit.
Was kostet die Ausbildung?
Für die Ausbildung zum Resilienz-Manager muss mit Kosten im unteren fünfstelligen Bereich gerechnet werden.